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Nagavci: Der Erziehungsprozess von Kindern erfordert auch die Mitwirkung der Eltern.

Arberie Nagavci

Die amtierende Bildungsministerin Arbërie Nagavci hat festgestellt, dass die Verantwortung für die Erziehung der Kinder nicht allein bei der Schule liegt, sondern ein Prozess ist, der auch die Mitwirkung der Eltern erfordert. 

Wenige Tage nachdem die Polizei einen Lehrer der Schule „Pavarësia“ in Pristina wegen Gewalt gegen einen Schüler verhaftet hatte, sagte Nagavci, dass Gewalt in jeder Form und von wem auch immer sie ausgeht, völlig inakzeptabel sei und in Bildungseinrichtungen keinen Platz habe. 

„Die Verantwortung für die Bildung und das Wohlergehen der Kinder liegt nicht allein bei der Schule, sondern ist ein gemeinsamer Prozess, der eine kontinuierliche Zusammenarbeit zwischen Eltern und Bildungseinrichtung erfordert. Nur durch offene Kommunikation, Verständnis und gegenseitiges Engagement können wir ein sicheres, unterstützendes und motivierendes Umfeld für die Schüler schaffen“, schrieb Nagavci.

Ihrer Ansicht nach sollte die Schule ein sicherer Ort sein, an dem Respekt, Dialog und Verständnis sowohl für Schüler als auch für Lehrer vorherrschen.

„Der gestrige Vorfall an der Schule „Pavarësia“ in Pristina beweist, wie auch frühere Fälle, eindeutig, dass Gewalt nicht nur Schüler, sondern auch Lehrer, andere Mitarbeiter, Eltern und die gesamte Schulgemeinschaft betrifft und die Sicherheit, Würde und das Wohlergehen aller verletzt. Gewalt in keiner Form hat in Bildungseinrichtungen Platz, und kein Fall darf übersehen oder verharmlost werden“, schrieb sie.

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Nagavci erklärte, das Bildungsministerium habe klare rechtliche und institutionelle Mechanismen zur Prävention und Bekämpfung von Gewalt an Schulen geschaffen. Laut ihrer Aussage seien die Schulen verpflichtet, jeden Gewaltfall mit größter Ernsthaftigkeit zu behandeln und ihn dem Bildungsinformationsmanagementsystem (EMIS) zu melden. Die Nichtmeldung von Fällen stelle einen direkten Verstoß gegen die institutionellen Verpflichtungen dar, betonte Nagavci.

Laut Nagavci tragen in dieser Verantwortungskette die städtischen Bildungsdirektionen die Hauptlast der Rechenschaftspflicht. 

„Die Städtische Bildungsdirektion in Pristina, die seit 2016 die Verordnung zur Organisation des Schulbetriebs an Grund- und weiterführenden Schulen verabschiedet hat, ist eindeutig rechtlich verpflichtet, die Umsetzung der in dieser Verordnung und den Verordnungen des Bildungsministeriums vorgesehenen Bildungsmaßnahmen sicherzustellen. Jede Nachlässigkeit, Verzögerung oder Untätigkeit seitens des Bildungsministeriums bedeutet ein institutionelles Versagen und trägt die direkte Verantwortung für die in den Schulen entstehenden Folgen“, schrieb Nagavci.

Sie sagte, dass nach dem Vorfall an der Schule „Pavarësia“ die Schulaufsichtsbehörde sofort gehandelt, sich vor Ort begeben und eine Inspektion durchgeführt habe. 

Laut ihrer Aussage werden alle Feststellungen, die in die Zuständigkeit der Inspektion fallen, ohne Kompromisse behandelt und durch konkrete Maßnahmen ergänzt.

Die Angestellten der Schule „Pavarësia“ traten am Dienstag in einen zweistündigen Streik, um gegen das Verhalten einiger Schüler zu protestieren. Dies geschah einen Tag, nachdem die Polizei einen Lehrer dieser Schule wegen Gewalt gegen einen Schüler festgenommen hatte.

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Die Ermittlungen zu diesem Fall dauern an.

Am Montag veröffentlichte das Medium Kallxo.com ein Video, das zeigt, dass es auf dem Schulgelände zu einer Schlägerei gekommen war.