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Kurti begann, sich in Bosnien zu treffen

Kurt in Bosnien

Foto: Klix

Der Premierminister des Kosovo, Albin Kurti, reiste am Donnerstag nach Bosnien-Herzegowina und begann am Freitag mehrere Treffen.

Kurti begann die Treffen um 11:00 Uhr, berichteten die „Klix“-Medien in Bosnien, während er später laut Medien ein Treffen mit dem Ministerrat abhalten wird.

Er traf sich mit zwei Mitgliedern der dreigliedrigen Präsidentschaft von Bosnien und Herzegowina. Während des Besuchs in Sarajevo hielt er im Präsidium Bosniens getrennte Treffen mit dem kroatischen Mitglied Zhelko Komšić und dem bosnischen Mitglied Denis Beqirović ab. Allerdings traf er die serbische Präsidentin von Bosnien und Herzegowina, Zhelja Cijanović, nicht.

Komšić sagte, dass die Republika Srpska (RS) nicht befugt sei, Visa für die Einreise nach Bosnien und Herzegowina auszustellen, und erwähnte die Kritik der RS ​​an Kurtis Besuch und seinen Treffen.

„Außerdem werden die Mitglieder des Präsidialamtes von Bosnien und Herzegowina sicherlich weder Dodik noch sonst jemanden fragen, mit wem wir uns treffen und worüber wir sprechen werden.“

Unterdessen betonte Beqiroviqi, dass einige Politiker der Republika Srpska die „Propaganda im Stil von Joseph Goebbels“ – dem Propagandaminister im nationalsozialistischen Deutschland – in Bezug auf die Interaktion mit dem Kosovo einstellen sollten. 

„Heute gibt es keine Diskussion über die Anerkennung des Kosovo, weil allen klar geworden ist, dass eine solche Entscheidung einen Konsens im Präsidialamt von Bosnien und Herzegowina erfordert.“ Verantwortungsbewusste Menschen müssen stets auf die Wahrung der Grundsätze der Verfassungs- und Rechtmäßigkeit, aber auch auf konstruktive Gespräche zur Umsetzung der im Berliner Prozess unterzeichneten Vereinbarungen bestehen. Niemand darf glauben, dass er die Führer des Staates Bosnien und Herzegowina disziplinieren und bestimmen kann, mit wem, wo und wann sie sprechen können. Das sollten sie für immer vergessen“, sagte Beqirović.

Der Premierminister wurde vom Botschafter des Kosovo in Kroatien, Martin Berishaj, begleitet.

Der Präsident der Republika Srpska, Milorad Dodik, bezeichnete Kurtis Besuch in Sarajevo als Provokation. Aus Protest boykottierten die serbischen Minister am Donnerstag die außerordentliche Sitzung des Ministerrats von Bosnien und Herzegowina. 

Auf dem Gipfeltreffen im Oktober dieses Jahres in Berlin erklärte Premierminister Kurti, dass das Kosovo ab dem 1. Januar 2025 den Bürgern Bosnien-Herzegowinas einseitig die Einreise nur noch mit Ausweis gestatten werde.

Kurti zollte in der Nähe des Denkmals für die während der Belagerung von Sarajevo getöteten Kinder seinen Tribut.