Das slowenische Unternehmen, das die Stimmzettel für die Stichwahl am 9. November fehlerhaft gedruckt hatte, wurde von der Zentralen Wahlkommission für die vorgezogenen Wahlen am 28. Dezember erneut ausgewählt.
Die Firma CETIS wird die Stimmzettel und Broschüren der Kandidaten für die Abgeordnetenwahlen bei den vorgezogenen Wahlen drucken.
Laut der Bekanntmachung der Auftragsvergabe, die erscheint auf der Seite "E-Procurement".Der Vertragswert beträgt über 275 Euro.
Die CEC teilte mit, dass die Aufforderung zur Angebotsabgabe an sechs Wirtschaftsteilnehmer gerichtet war und lediglich ein „administrativ zulässiges Angebot von der Cetis & Cetkos-Gruppe“ eingegangen sei.
„Im Rahmen dieser Beschaffungsmaßnahme wurde die Aufforderung zur Angebotsabgabe an insgesamt sechs Wirtschaftsteilnehmer (vier inländische und zwei ausländische) versandt. Wir erhielten lediglich ein ordnungsgemäßes Angebot von der Unternehmensgruppe Cetis & Cetkos. Nach einem Bewertungsverfahren wurde diesem Wirtschaftsteilnehmer als einzigem Bieter der Zuschlag erteilt. Der Auftragswert beträgt 275,742.40 €“, so die Antwort der CEC an KOHĖN.
Bezüglich der Maßnahmen, die die Zentrale Wahlkommission (CEC) gegen das Unternehmen ergriffen hat, das fehlerhafte Stimmzettel für die Stichwahl der Kommunalwahl gedruckt hat, erklärte die CEC: „Gegen den Wirtschaftsakteur wurden Disziplinarmaßnahmen wegen der mit technischen Fehlern gedruckten Stimmzettel verhängt.“
Die CEC teilte außerdem mit, dass Maßnahmen ergriffen wurden, um den Fehler künftig zu vermeiden.
„Vor Beginn des Beschaffungsprozesses hat die Zentrale Wahlkommission (CEC) die technischen Spezifikationen der Stimmzettel für die vorgezogenen Wahlen zur Versammlung des Kosovo genehmigt. Gemäß diesen Spezifikationen wird im Feld für den Wahllokalcode ein QR-Code aufgedruckt, der der digitalen Identifizierung des Wahllokals dient. Die Wahlleitung wurde außerdem angewiesen, die Kontrollen beim Drucken der Wahllokale zu verstärken. Dies wird während des gesamten Prozesses dokumentiert“, so die CEC.
Die fehlerhaft gedruckten Stimmzettel lösten zahlreiche Diskussionen und Verdächtigungen wegen Wahlbetrugs aus, insbesondere in der Gemeinde Mitrovica.
Aufgrund der Fehler bildete die CEC eine Auswertungskommission, die auch die Stimmzettel anderer Gemeinden auswerten sollte.
Diese Institution erhielt außerdem einen Bericht des Unternehmens selbst, aus dem hervorgeht, dass 1874 Stimmzettel, die in den 18 Gemeinden verteilt wurden, in denen die Wahlrunde stattfand, fehlerhaft gedruckt waren.