Der amtierende Außenminister Glauk Konjufca sprach über die Treffen, die der Vorsitzende der Vetëvendosje-Bewegung, Albin Kurti, mit den Vorsitzenden der PDK und der LDK geführt hatte.
Konjufca sagte, dass nach dem Treffen zwischen Kurti und dem Vorsitzenden der PDK, Bedri Hamza, deutlich wurde, dass diese Partei eher auf Positionen setzt, die schon seit langem bestehen, und dass diese Positionen seiner Meinung nach veraltet seien.
Konjufca sagte unterdessen über das Treffen mit der LDK, dass man den Eindruck habe, dass diesmal ein größerer Wille bestehe, die aktuelle Situation, in der sich Kosovo befinde, zu überwinden.
„Was die Treffen mit PDK und LDK betrifft, so wurde deutlich, dass die PDK größtenteils an ihren seit Langem bekannten Positionen festhält. Es sind altbekannte Positionen, die auch im Treffen mit Kurti zum Ausdruck kamen. Bei der LDK hingegen haben wir den Eindruck, dass diesmal – anders als in der Vergangenheit – ein größerer Wille besteht, die aktuelle Lage im Kosovo zu überwinden. Die LDK zeigt sich kooperationsbereiter, und ich denke, die Optionen, die zur Erreichung einer Einigung vorgelegt werden, entsprechen diesem Willen. Je größer der politische Wille, desto größer die Kooperationsbereitschaft und desto mehr Optionen gibt es, um Lösungen für die verschiedenen Verantwortlichkeiten und deren Aufteilung zu finden. Was wir jedoch insbesondere seit den Wahlen im Dezember erlebt haben, war eine totale Blockade“, sagte Konjufca auf der gemeinsamen Pressekonferenz mit dem französischen Europaminister Benjamin Haddad.
Weiterhin sprach er über Entwicklungen innerhalb der Demokratischen Liga des Kosovo, zu denen er sich seiner Meinung nach nicht äußern oder die er nicht beraten sollte, da es sich um eine Partei handele, die schon seit langer Zeit im Kosovo existiere.
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Konjufca: PDK hat seine Position nicht geändert, LDK ist kooperationsbereit.
„Selbstverständlich genießt die LDK volle Autonomie in ihren internen Angelegenheiten. Wir sind nicht hier, um diese zu kommentieren oder Ratschläge zu erteilen, denn die LDK ist eine Partei, die seit Langem im Kosovo existiert, und ich bin überzeugt, dass sie ihre Angelegenheiten selbst regeln kann. Was die Zusammenarbeit mit uns betrifft, so hatte ich nach Kurtis Treffen mit Osman und Abdixhiku den Eindruck, dass die Gespräche diesmal einen anderen Charakter hatten, was uns optimistischer stimmt, dass bald eine Lösung gefunden werden kann“, sagte Konjufca laut KosovaPress.
Konjufca äußerte sich auch zur Position der AAK und sagte, dass diese sich zwar geweigert habe, sich mit Kurti zu treffen, ihm aber Gründe genannt habe, unter welchen Bedingungen sie einer Zusammenarbeit zustimmen würden.
Der amtierende Präsident Albulena Haxhiu hat den 6. August als Termin für die konstituierende Sitzung der Versammlung festgelegt, während die Frist für die Ausarbeitung der Verfassung am 7. August endet.
Vor etwa zwei Wochen gab LDK-Chef Lumir Abdixhiku die Beendigung seiner im Rahmen der Gespräche mit Kurti eingegangenen Verpflichtungen zur Bildung der kosovarischen Institutionen bekannt. Abdixhiku traf diese Entscheidung nach der Initiative zu seiner Absetzung als Parteivorsitzender.
Unterdessen gab die LDK am Montag bekannt, dass Abdixhiku eine außerordentliche Parteiversammlung für den 30. Juli einberufen hat.
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Abdixhiku: Kosovo braucht politische Stabilität und staatliche Verantwortung
Zuvor hatte KOHA berichtet, dass Lumir Abdixhiku, Vjosa Osmani und Albin Kurti sich in dem mehr als zweistündigen Treffen grundsätzlich auf die Bildung von Institutionen und die Verteilung der Positionen darin geeinigt hätten.
Laut Quellen von KOHĖ würde die Demokratische Liga (LDK) in die Regierungskoalition aufgenommen und den ersten stellvertretenden Ministerpräsidenten sowie drei Minister stellen. Die LDK würde demnach den Vorsitz der Nationalversammlung übernehmen. Das Präsidium bliebe bei Vetëvendosje.