Der Chef der Diplomatie der Europäischen Union, Josep Borrell, bestätigte, dass der Sondergesandte für den Dialog, Miroslav Lajcak, und der Gesandte der Vereinigten Staaten für den Westbalkan, Gabriel Escobar, nächste Woche im Kosovo und in Serbien bleiben werden.
Während einer gemeinsamen Medienkonferenz in Brüssel mit der Premierministerin Serbiens, Ana Bërnabiq, sagte Borrell, dass der Zweck dieses Besuchs die Verpflichtung sei, den Dialog zur Normalisierung der Beziehungen zwischen Kosovo und Serbien fortzusetzen.
Borrell sagte, er begrüße die Dialogbereitschaft Serbiens. Er sagte, dass es notwendig sei, den Normalisierungsprozess schnell voranzutreiben, insbesondere im Hinblick auf die Umsetzung früherer Vereinbarungen, und auf dem Weg zu einer umfassenden Vereinbarung voranzukommen.
„Wir erwarten, dass Kosovo und Serbien Fortschritte bei der Erfüllung ihrer Verpflichtungen aus dem Dialog machen. Bei beiden gibt es noch nicht umgesetzte Probleme aus früheren Vereinbarungen. Es ist auch notwendig, angemessene Bedingungen für den Dialog zu schaffen, um einseitige und unkoordinierte Aktionen zu unterlassen“, sagte Borrell.
Borrell schob die Verantwortung für die Stagnation im Dialogprozess eher auf die Verantwortlichen in Pristina.
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„Ich möchte dem Kosovo klar machen, dass der Dialog nicht um des Dialogs willen stattfindet, sondern weil er der Schlüssel zum Fortschritt auf dem europäischen Weg ist.“ Gemeinsam mit Lajçak werden wir das nächste Treffen weiter vorbereiten, dies wird jedoch nur geschehen, wenn sich beide Seiten auf positive und konkrete Ergebnisse einigen. Deshalb werden Lajçak und ich weiterhin mit den Parteien zusammenarbeiten, insbesondere mit dem Kosovo, das eine größere Abneigung zeigt, sich an den Tisch zu setzen“, sagte Borrell.
Borrell hat die Forderung wiederholt, alle bisher im Dialog unter Vermittlung des europäischen Blocks getroffenen Vereinbarungen umzusetzen.
Der Dialog zwischen dem Kosovo und Serbien begann im Jahr 2011. Die letzte Runde des hochrangigen Dialogs zwischen dem Premierminister des Kosovo, Albin Kurti, und dem Präsidenten Serbiens, Aleksandar Vučić, fand im Juli 2021 statt.
Unterdessen fand am Dienstag in Brüssel die Sitzung des Assoziationsstabilisierungsrates zwischen Serbien und der EU statt.
Nach diesem Treffen bekräftigte die EU ihre Position, dass Fortschritte im europäischen Integrationsprozess auch für Serbien von der Normalisierung der Beziehungen zum Kosovo und der Geschwindigkeit des Reformprozesses, insbesondere im Bereich der Rechtsstaatlichkeit, abhängen.
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Borrel forderte zudem eine Stärkung der Zusammenarbeit in der Westbalkanregion und bekräftigte, dass es in Europa keinen Platz für die Verherrlichung von Kriegsverbrechern oder die Leugnung von Völkermord gebe.
Die serbische Premierministerin Ana Bërnabiq sagte, für ihr Land sei die regionale Zusammenarbeit Teil des europäischen Weges./REL