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Kallasi gibt keine Anzeichen dafür, dass er dem Dialog zwischen Kosovo und Serbien Priorität einräumen wird

Kaja kallas

Während der dreistündigen Debatte erwähnte Kallasi den Dialog nur bei der Beantwortung der letzten Frage zur Lage in Bosnien und Herzegowina.

Die Kandidatin für die Nachfolge von Josep Borrell, Kaja Kallas, hat keine Anzeichen dafür gegeben, dass sie den Dialog zwischen Kosovo und Serbien als Priorität betrachten wird, obwohl erwartet wird, dass sie über den Ansatz der Europäischen Union in diesem Prozess entscheiden wird. Heute beantwortete die künftige Leiterin der EU-Diplomatie drei Stunden lang die Fragen der Abgeordneten des Europäischen Parlaments im Ausschuss für Außenpolitik in der Sitzung, in der sie in der neuen Position bestätigt werden muss.

Mit Ausnahme des Westbalkans blieb fast kein Teil der Welt unerwähnt, weder in ihrer Rede noch in den vielen Fragen der Abgeordneten. Diese Region wurde nur im allgemeinen Aspekt der Notwendigkeit konkreter Ergebnisse im Expansionsprozess erwähnt, für den sich Kallasi einsetzen wird.

Ganz am Ende der Debatte bezog sich die an Kallas gerichtete Frage auf Bosnien und Herzegowina, und zwar von der kroatischen Abgeordneten Zheljana Zovko. Erst in der Antwort auf diese Frage erwähnte Kallasi den Dialog als einen der beiden Wege, auf denen sie in der Westbalkanregion arbeiten werden.

„Der Westbalkan ist eine sehr wichtige Region und liegt sehr nah an unseren Grenzen. Wir haben zwei Möglichkeiten, dort zu arbeiten: Der erste ist die Erweiterung, bei der wir mit dem Kommissar für die Erweiterung zusammenarbeiten müssen. Wie Sie bereits sagten, müssen wir in den nächsten fünf Jahren wirklich eine Erfolgsgeschichte schreiben, denn das dient nicht nur dem Wohlstand der Region, sondern soll der Region auch Hoffnung geben“, sagte sie.

„Der zweite Weg ist der Dialog zwischen Belgrad und Pristina, in den alle meine Vorgänger viel Zeit investiert haben, um Stabilität in die Region zu bringen“, sagte Kallasi nur über den Dialog in der mehr als dreistündigen Sitzung.

Kallasi sagte, dass die Erweiterung der Europäischen Union als strategischer Prozess betrachtet werden sollte, der die EU stärkt und den Ländern, die eine Mitgliedschaft anstreben, Vorteile bringt. Sie erklärte, dass es notwendig sei, in den nächsten fünf Jahren konkrete Ergebnisse bei der Expansion zu erzielen, und versprach, dass sie mit dem Expansionsbeauftragten zusammenarbeiten werde, damit dies Wirklichkeit werde.