Der Geschäftsführer des GAP-Instituts, Blendi Hasaj, kam zu dem Schluss, dass der aktuelle Haushaltsentwurf die neue Regierungsstruktur nicht widerspiegelt und von laufenden Ausgaben dominiert wird.
Hasaj erklärte, es wäre sinnlos und keine gute Haushaltspraxis, mit einem Haushaltsentwurf fortzufahren, der nicht einmal die aktuelle Organisation der Exekutive widerspiegelt.
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Leserbrief – Warum wir um Ihre Unterstützung bitten BeitragenSeiner Ansicht nach stellt die Nichtberücksichtigung neuer Ministerien im Haushaltsentwurf einen Mangel an angemessenen Standards in der Finanzplanung dar.
„Es wäre sinnlos und keine gute Haushaltspraxis, mit einem Haushaltsentwurf fortzufahren, der nicht einmal die Struktur der Regierung selbst widerspiegelt… Neue Ministerien nicht in den Haushaltsentwurf aufzunehmen, ist keine gute Haushaltspraxis“, sagte er am Donnerstag in der KTV-Sendung „60 Minutes“.
Er betonte, dass das vorliegende Dokument die Dominanz der laufenden Ausgaben deutlich aufzeigt, zu denen Gehälter, Subventionen und Transfers sowie Waren und Dienstleistungen gehören.
„Auffällig ist, dass dieser Haushalt von laufenden Ausgaben dominiert wird. Das bedeutet Ausgaben für Gehälter, Subventionen und Transfers, Waren und Dienstleistungen, und das Wachstum der laufenden Ausgaben ist in diesem Jahr schneller als das Wachstum der Investitionsausgaben“, fügte er hinzu.
Hasaj sagte, wenn der Wille und das Engagement des Finanzministeriums vorhanden gewesen wären, hätte sich die Struktur der neuen Ministerien bereits in dem Entwurf widerspiegeln müssen, der eingereicht wurde und derzeit in der Versammlung geprüft wird.
Er äußerte zudem Bedenken hinsichtlich der mangelnden Investitionen in Humankapital und bezeichnete die Vernachlässigung dieses Aspekts als seltsam, insbesondere da Berichte der Europäischen Kommission und des Nationalen Rechnungshofs über das Land den Mangel an personellen Kapazitäten für die rechtzeitige Planung von Beschaffungsaufrufen und Ausschreibungen hervorheben.
„Die Regierungen halten es möglicherweise für unwichtig, in Humankapital zu investieren, was seltsam ist, da die Länderberichte der Europäischen Kommission und andere Berichte des National Audit Office (NAO) auf den Mangel an personellen Kapazitäten hinweisen, um Beschaffungsaufrufe, Ausschreibungen usw. rechtzeitig zu planen – ein Problem, das bisher keine Regierung angegangen ist“, erklärte er.