Der österreichische Diplomat Jan Kickert, der in den Jahren 1997-1999 in Belgrad gedient hatte, hat begonnen, vor dem Sondergericht im Fall gegen die ehemaligen Führer der Kosovo-Befreiungsarmee auszusagen.
Zu dieser Zeit war er als Sekretär an der österreichischen Botschaft in Belgrad tätig.
In dieser Sitzung wurden auf Ersuchen der Staatsanwaltschaft die dem ZPS vorgelegte Befragung des Zeugen sowie einige Fotos und Videos als Beweismittel herangezogen.
Auf einem der Fotos, das der Öffentlichkeit nicht gezeigt wurde, aber vom Staatsanwalt und dem Zeugen beschrieben wurde, war die Kosovo-Delegation in Rambuje zu sehen, wo nach Angaben des Zeugen Kickert der Teil des Fotos, auf dem Ibrahim Rugova abgebildet war, beschädigt war.
Der Anwalt von Jakup Krasniqi, Aidan Ellis, lehnte die Annahme dieses Fotos als Beweismittel ab, doch Richter Charles Smith wies den Einspruch der Verteidigung zurück.
Kickert sagte auch vor dem Internationalen Tribunal für das ehemalige Jugoslawien im Fall Limaj und anderen aus.
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Der Anwalt von Hashim Thaci, Luka Mishetiq, legte dem Gericht einen Teil von Kickerts Aussage vor dem Haager Tribunal aus dem Jahr 2004 vor, in der der Zeuge die UCK als eine horizontal verteilte, nicht zentralisierte Struktur beschreibt.
Der Zeuge sagte, Thaçi sei ihm als die Zahl 3 vorgestellt worden und Kickert ging davon aus, dass es sich bei diesem Zahlensystem um eine hierarchische Veranschaulichung handele. Aber er wusste nicht, wer Nummer 1 und 2 waren.
Kickert fungiert derzeit als österreichischer Botschafter in Rom. Im Zeitraum 1998-1999 wurde er als Sonderassistent der Europäischen Union in den Kosovo entsandt und von 1999 bis 2000 war er politischer Berater des Sonderbeauftragten des Generalsekretärs der Übergangsverwaltungsmission der Vereinten Nationen im Kosovo.
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