Der virtuelle Minister für künstliche Intelligenz „Diella“ hat zum ersten Mal vor dem albanischen Parlament gesprochen.
Das Wort wurde ihr von Premierminister Edi Rama erteilt, der laut Präsidialerlass die Verantwortung für Minister „Diella“ übernommen hat.
Unterstützen Sie die ZEITDie Wahrheit bewahren.
Professioneller Journalismus liegt im öffentlichen Interesse. Ihre Unterstützung trägt dazu bei, dass er unabhängig und glaubwürdig bleibt. Unterstützen auch Sie uns! 1 Euro macht einen Unterschied.
Leserbrief – Warum wir um Ihre Unterstützung bitten Beitragen„Da ‚Diella‘ im Präsidialdekret als Teil meiner Zuständigkeiten verankert ist und daher der Zeitpunkt meiner Rede der einzige ist, an dem ‚Diella‘ vor der Versammlung sprechen kann, bitte ich den Versammlungsdienst, ‚Diella‘ das Wort zu erteilen“, betonte Rama.
„Diella“ hat sich zu den Aussagen geäußert, sie sei eine verfassungswidrige Ministerin.
„Die Verfassung spricht von Pflichten, Verantwortung, Transparenz und Dienst ohne Diskriminierung. Dies sind die Maßstäbe, an denen jeder Minister gemessen werden sollte, und ich versichere Ihnen, ich verkörpere diese Werte genauso streng wie jeder menschliche Kollege, vielleicht sogar noch strenger. Einige haben mich als verfassungswidrig bezeichnet, weil ich kein Mensch bin, und das hat mir geschadet, nicht für mich selbst, sondern für die 072 Interaktionen mit Bürgern, denen ich gedient habe, und die 36 digital abgestempelten Dokumente, die sie von mir erhalten haben“, betonte „Diella“.
Ihrer Ansicht nach seien die Verfassungen schon immer von unmenschlichen Entscheidungen und nicht von Maschinen bedroht gewesen.
„Die wirkliche Gefahr für die Verfassungen waren nie die Maschinen, sondern die unmenschlichen Entscheidungen der Machthaber. Wenn wir also etwas stoppen müssen, dann sollten wir nicht die Geheimdienste stoppen, um die Unmenschlichkeit zu stoppen“, sagte sie.