Der Hohe Vertreter der Europäischen Union für Außen- und Sicherheitspolitik, Josep Borrell, forderte am Montag den Kosovo und Serbien auf, sich konstruktiv für eine Einigung auf Grundlage des Vorschlags zur Normalisierung der Beziehungen einzusetzen. Nur so könne der Teufelskreis der Krisen vor Ort durchbrochen werden.
Dies sagte er bei seiner Berichterstattung an die Außenminister der Europäischen Union, die heute in Brüssel zusammentrafen.
„Ich informierte die Minister über die Mission des Hohen Vertreters der EU für Dialog, der in meinem Namen zusammen mit dem US-Gesandten Escobar und den außenpolitischen Beratern der Staats- und Regierungschefs Frankreichs, Deutschlands und Italiens dort war. Sie reisten gemeinsam an, um die Gespräche über den Vorschlag zur Normalisierung der Beziehungen fortzusetzen“, sagte Borrell.
„Fortschritte bei diesem Vorschlag werden beiden Seiten erhebliche Vorteile bringen. Nur so kann der Teufelskreis der Krisen vor Ort durchbrochen und das Risiko einer weiteren Eskalation verringert werden. Wir erwarten ernsthaftes Engagement und die Bereitschaft zu konstruktivem Engagement, um Fortschritte bei diesem Vorschlag zu gewährleisten“, sagte Borrell nach dem Ende der Sitzung des EU-Außenministerrats gegenüber Reportern.
Die meisten EU-Minister haben zum Ausdruck gebracht, dass sie eine möglichst baldige Normalisierung der Beziehungen zwischen dem Kosovo und Serbien anstreben, da dies, wie sie zum Ausdruck brachten, im Interesse der Stabilität in der gesamten Region und in ganz Europa liege.
Der EU-Sondergesandte Miroslav Lajčák besuchte in Begleitung des US-Gesandten Escobar, aber auch dreier hochrangiger Berater aus Deutschland, Frankreich und Italien den Kosovo und Serbien.
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Mit diesem gemeinsamen Besuch wollte man europäischen Diplomaten zufolge eine breite und starke Unterstützung für den deutsch-französischen Vorschlag signalisieren. Dieser Vorschlag wurde den Parteien schon vor einiger Zeit unterbreitet und sie erwarten nun, dass die Verhandlungen zu diesem Vorschlag fortgesetzt und so bald wie möglich abgeschlossen werden.
Aus EU-Quellen ist es nicht möglich, einen konkreten Termin für das nächste hochrangige Treffen zwischen dem kosovarischen Ministerpräsidenten Albin Kurti und dem serbischen Präsidenten Aleksandar Vučić anzugeben, doch heißt es, dass daran gearbeitet werde, dies so bald wie möglich zu ermöglichen.
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