Der Präsident Albaniens, Bajram Begaj, bezeichnete die Nichtmitgliedschaft des Kosovo in der Versammlung der Vereinten Nationen als ungerecht.
Er erklärte, dass die Anerkennung der Unabhängigkeit des Kosovo und seiner Mitgliedschaft in der UNO ein Akt der Gerechtigkeit gegenüber der Bevölkerung des Kosovo sei.
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Leserbrief – Warum wir um Ihre Unterstützung bitten BeitragenEr forderte außerdem die Achtung der Rechte der Albaner im Presevo-Tal.
„Der Platz des Kosovo in dieser Versammlung bleibt zu Unrecht leer. Die Anerkennung der Unabhängigkeit des Kosovo und die Unterstützung seiner Mitgliedschaft in den Vereinten Nationen und anderen internationalen Organisationen ist ein Akt der Gerechtigkeit gegenüber der Bevölkerung des Kosovo. Es ist ein Schritt, der den Frieden und die Sicherheit auf dem Westbalkan weiter stärkt und ein Beitrag zur Stabilität Europas ist“, erklärte Begaj.
Er erklärte außerdem: „Albanien fordert, dass die Rechte und Freiheiten der Albaner im Presevo-Tal respektiert werden, dass sie nicht diskriminiert, sondern vollständig integriert werden; dass die albanische Sprache verwendet wird und dass ihre Kultur, Werte, Identität und Traditionen geschützt und gefördert werden.“
Er fügte hinzu, Albanien sei ein Land, das sich dem Frieden, der internationalen Zusammenarbeit und demokratischen Werten verpflichtet fühle und eine klare Vision für eine gerechtere und nachhaltigere Zukunft habe.
Begaj betrachtete die UNO als universelle Plattform für Dialog und Zusammenarbeit und fügte hinzu, Albanien setze sich für diplomatische Konfliktlösungen ein. In diesem Zusammenhang verurteilte er die russische Aggression gegen die Ukraine und forderte ein Ende des Krieges im Gazastreifen.
In Bezug auf Albanien betonte der Präsident das Ziel, bis 2030 der EU beizutreten, sowie die durchgeführten Reformen zur Digitalisierung öffentlicher Dienste und zur Korruptionsbekämpfung.
„Kein Land kann eine gute Zukunft gestalten, ohne die Jugend in den Mittelpunkt nationaler Strategien zu stellen. Durch Reformen in den Bereichen Bildung, Digitalisierung und Beschäftigung arbeitet Albanien daran, jungen Menschen mehr Möglichkeiten zu geben, Innovationen zu erlernen und sich voll am gesellschaftlichen Leben zu beteiligen. Wir glauben, dass Investitionen in die Jugend die effektivste Investition in Frieden, Wohlstand und nachhaltige Entwicklung sind. Als Generation, die 80 Jahre Frieden und Fortschritt geerbt hat, ist es unsere Pflicht, für unsere Kinder die Voraussetzungen für eine sichere, friedliche, würdige, kooperative und fortschrittliche Welt zu schaffen“, sagte er.