EU-Erweiterungskommissarin Marta Kos wird ihren ersten Besuch im Kosovo diese Woche nicht antreten. Wie EU-Quellen berichten, informierte Kommissarin Kos den kosovarischen Premierminister Albin Kurti am Montag in einem Telefongespräch darüber.
„Kommissarin Kos teilte Premierminister Albin Kurti in einem Telefongespräch mit, dass sie ihren geplanten Besuch im Kosovo angesichts der jüngsten Entwicklungen verschieben werde. Premierminister Kurti bekräftigte sein Bekenntnis zum EU-Beitritt und zu EU-bezogenen Reformen, insbesondere im Rahmen des Wachstumsplans für den Kosovo. Kommissarin Kos beabsichtigt, so bald wie möglich nach Pristina zu reisen“, sagte ein Sprecher der Europäischen Kommission.
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Leserbrief – Warum wir um Ihre Unterstützung bitten BeitragenEin Besuch von Kommissar Kos war für diese Woche, genauer gesagt für Donnerstag, den 12. März, geplant, obwohl der Termin noch nicht offiziell bestätigt war. Laut europäischen Quellen wurde er jedoch verschoben.
Quellen in Brüssel zufolge ist der Grund für die Abwesenheit von Kommissar Kos aus Pristina in dieser Woche die Verwirrung, die durch das Scheitern der Präsidentschaftswahlen und die Entscheidung von Präsident Osmani, das Parlament aufzulösen, entstanden ist.
Zu diesen Entwicklungen hat die EU lediglich bekräftigt, dass sie „das Geschehene bedauert“ und dass sie „die Entscheidung des Verfassungsgerichts des Kosovo abwartet“.
Der Besuch von Kommissar Kos im Kosovo in dieser Woche, sofern er stattgefunden hätte, sollte auch demonstrieren, dass alle Verfahren zur Aufhebung der Strafmaßnahmen gegen den Kosovo abgeschlossen sind und dass nun eine neue Dynamik in den Beziehungen zwischen dem Kosovo und der Europäischen Union zu erwarten ist.
Kosovo ist das einzige Land auf dem Westbalkan, das Kommissarin Kos seit ihrem Amtsantritt als für die Erweiterung zuständiges Kommissionsmitglied vor 14 Monaten noch nicht besucht hat. Alle anderen Länder hat sie besucht, einige sogar mehrmals.
Die am häufigsten genannten Gründe, warum Kos Kosovo noch nicht besucht hat, hatten sowohl mit den Maßnahmen selbst als auch mit der mehr als einjährigen politischen Krise zu tun, in der es in Kosovo keine Institutionen mit voller Legitimität gab.
Nach der Konstituierung der Versammlung im Anschluss an die letzten Wahlen und der Wahl der EU-Regierung hoffte man auf eine neue Dynamik in den Beziehungen, um in einigen Bereichen aufzuholen, in denen Kosovo aufgrund der Maßnahmen und der politischen Blockade viel Zeit verloren hatte. Angesichts neuer Unsicherheiten in Kosovo erklärt die EU nun, sie könne nichts anderes tun, als die Klärung der internen Verfahren in Kosovo abzuwarten.