Die Wettbewerbsbehörde des Kosovo (KCA) hat zur Achtung des Gesetzes zum Schutz des Wettbewerbs und zu einem Verbot ungerechtfertigter Preiserhöhungen während der Feiertage zum Jahresende aufgerufen.
In dem auf der Facebook-Seite der AKM veröffentlichten Aufruf heißt es, dass jede Vereinbarung, Koordinierung oder einseitige Handlung zwischen Unternehmen, die den Zweck oder die Wirkung hat, die Preise künstlich zu erhöhen, den Markt aufzuteilen, den Wettbewerb einzuschränken oder eine gemeinsame marktbeherrschende Stellung zu missbrauchen, einen schwerwiegenden Verstoß gegen das Gesetz zum Schutz des Wettbewerbs darstellt und rechtliche Sanktionen nach sich zieht.
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Leserbrief – Warum wir um Ihre Unterstützung bitten BeitragenEs wird ferner erklärt, dass von Anfang Dezember bis zum Ende dieses Jahres alle Inspektoren der Wettbewerbsbehörde täglich vor Ort sein werden, um die Preisentwicklung und -steigerungen am Markt sorgfältig und kontinuierlich zu überwachen.
„Angesichts der bevorstehenden Feiertage zum Jahresende und der steigenden Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen appelliert die Wettbewerbsbehörde an alle Unternehmen und Wirtschaftsakteure, von ungerechtfertigten Preiserhöhungen abzusehen, die gegen das Gesetz zum Schutz des Wettbewerbs verstoßen“, heißt es in dem Aufruf der AKM.
Darin wird ferner erklärt, dass die Feiertage zum Jahresende nicht für Verbrauchermissbrauch, koordinierte Preiserhöhungen oder Praktiken, die gegen den freien und fairen Wettbewerb auf dem Markt verstoßen, genutzt werden sollten und werden.
„Die Preise sollten die realen Marktbedingungen widerspiegeln und nicht verbotene Vereinbarungen, spekulatives Verhalten oder die Ausnutzung einer gemeinsamen Marktposition“, heißt es in dem Aufruf.
Die AKM hat die Unternehmen aufgefordert, sich uneingeschränkt an das Gesetz zum Schutz des Wettbewerbs zu halten, jegliche Form von Preisabsprachen oder koordiniertem Verhalten zu vermeiden, ihre gemeinsame Stellung oder Marktmacht nicht zu missbrauchen und gegenüber Bürgern und Verbrauchern Verantwortung zu übernehmen.
Die AKM hat die Verbraucher aufgefordert, jeden Verdacht auf ungerechtfertigte oder koordinierte Preiserhöhungen zu melden, damit die Behörde die notwendigen rechtlichen Schritte einleiten kann.
Laut Daten der kosovarischen Statistikbehörde (KAS), die Ende November veröffentlicht wurden, sind die Preise für Produkte mit der Kennzeichnung „Made in Kosovo“ im dritten Quartal dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5.5 Prozent gestiegen.
Laut ASK wurden die größten Preissteigerungen in den Wirtschaftszweigen Kraftfahrzeugproduktion (23 Prozent), Stromerzeugung (20.8 Prozent) und Textilproduktion (14.2 Prozent) verzeichnet.
Darüber hinaus hat ASK auch andere Produkte erfasst, deren Preise im Vergleich zum dritten Quartal 2024 gestiegen sind.
„Die Verarbeitung von pharmazeutischen Erzeugnissen und Präparaten stieg um 8.1 %, die Bekleidungsproduktion um 7.9 %, die Möbelproduktion um 7.8 %, der Druck und die Vervielfältigung von Datenträgern um 7.0 %, die Herstellung von Maschinen und Ausrüstungen a. n. g. (Erzeugnisse oder Produktionstätigkeiten, die keiner bestimmten Kategorie der Klassifizierung vj zugeordnet sind) um 5.1 %, die Herstellung von elektrischen Geräten um 5.0 %, die Gewinnung, Aufbereitung und Versorgung mit Wasser um 5.0 %, die Verarbeitung von Nahrungsmitteln um 3.1 %, die Papier- und Papierwarenproduktion um 2.9 %, die Holz- und Holz- und Korkwarenproduktion (ohne Möbel): Strohwaren und Flechtwaren um 0.9 %, nichtmetallische Mineralprodukte um 0.4 % und chemische Erzeugnisse um 0.1 %“, so die Daten der ASK.