Mit'hat Lozhani, ein ehemaliges Mitglied der Kosovo-Befreiungsarmee, wurde am Donnerstag bei der Durchreise durch Serbien festgenommen, wie seine Anwältin Arianit Koci mitteilte.
In einem Facebook-Post gab Koci bekannt, dass Lozhani gegen 11:00 Uhr verhaftet wurde. Er forderte den Staat auf, das Problem der Verhaftungen von Kosovo-Bürgern in Serbien ernst zu nehmen.
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Leserbrief – Warum wir um Ihre Unterstützung bitten Beitragen„Dies ist kein Einzelfall. Festnahmen von Kosovo-Bürgern auf der Durchreise durch Serbien häufen sich und führen zu erheblicher Unsicherheit für alle Reisenden. Diese Festnahmen müssen aufhören. Der Staat Kosovo ist verpflichtet, dies als ernstes Problem der Bürgersicherheit zu behandeln und die Vermittlung der internationalen Gemeinschaft zu suchen. Bis dahin muss unsere Diplomatie entschieden reagieren, gegebenenfalls auch mit konkreten politischen Maßnahmen, einschließlich einer 24-stündigen Grenzschließung, falls die Festnahmen anhalten“, schrieb Koci.
Er fügte hinzu, dass der Schutz der Bürger auch außerhalb der Staatsgrenzen in der Verantwortung des Staates liege.
Der Vizepräsident der Organisation der Kriegsveteranen der Kosovo-Befreiungsarmee (UCK), Gazmend Syla, gab bekannt, dass Lozhani ein ehemaliges Mitglied der UCK ist. Syla sagte gegenüber Radio Free Europe, Lozhani sei an der serbisch-kroatischen Grenze festgenommen worden, und bei der Durchsuchung sei der Mitgliedsausweis des UCK-Veteranen in seiner Tasche gefunden worden.
Der serbische Innenminister Ivica Dacic erklärte, der Festgenommene stamme aus Peja und stehe im Verdacht, Verbrechen gegen die Zivilbevölkerung begangen zu haben. Er befinde sich seit 48 Stunden in Haft. Laut Dacic wird Lozhani verdächtigt, „1998/1999 an Angriffen auf Mitglieder des serbischen Innenministeriums und der jugoslawischen Armee im Gebiet von Dukagjin beteiligt gewesen zu sein“.
„Als Mitglied dieser von Ramush Haradinaj befehligten Gruppe war er an der Entführung und dem Massaker an Polizisten beteiligt“, sagte Daçiqi.


Von Juni 2025 bis Dezember 2025 verhaftete Serbien 8 kosovo-albanische Staatsbürger.
Die Verhaftungen richteten sich hauptsächlich gegen drei Kategorien: ehemalige Mitglieder der Befreiungsarmee, Angehörige der Sicherheitsorgane des Kosovo wie Polizei und Soldaten der KSF sowie serbische Staatsbürger, die Belgrad als Kollaborateure kosovarischer Institutionen betrachtet.