Obwohl der Austausch der alten Hämodialysegeräte in der Nephrologischen Klinik als Notfall eingestuft wurde, ist der Großteil der neuen Geräte noch nicht in Betrieb. Laut KHOHA-Quellen wurden von den 45 angeschafften Geräten lediglich drei installiert, und zwar außerhalb des Universitätsklinikums. Die Nephrologische Klinik gibt an, einige Geräte seien bereits installiert und weitere würden in dieser Woche folgen, doch Fotos aus den Behandlungsräumen belegen das Gegenteil.
Von den 45 von UCCK angeschafften Hämodialysegeräten sind nur drei in Betrieb, und zwar in einem medizinischen Zentrum in Pristina.
Die Ausschreibung wurde im Februar 2025 eröffnet und umfasst neben der Ausrüstung auch 45 Betten für die Nephrologie-Klinik.
Unterstützen Sie die ZEITDie Wahrheit bewahren.
Professioneller Journalismus liegt im öffentlichen Interesse. Ihre Unterstützung trägt dazu bei, dass er unabhängig und glaubwürdig bleibt. Unterstützen auch Sie uns! 1 Euro macht einen Unterschied.
Leserbrief – Warum wir um Ihre Unterstützung bitten BeitragenIn der Ausschreibungsunterlagen stellte diese Klinik den Antrag als dringlich dar, mit der Begründung, dass die alten Geräte so schnell wie möglich ersetzt werden müssten; nun, da die Geräte geliefert wurden, sind sie noch nicht in Betrieb genommen worden.
„Bezugnehmend auf den Antrag der Nephrologischen Klinikdirektion auf Anschaffung von Dialysegeräten. Der Bereich Medizintechnik hat am 30.1.2025 den Antrag beim Beschaffungsamt auf einen Rahmenvertrag für die Anschaffung von 45 Dialysegeräten und -stühlen gestellt und darum gebeten, dass dieser Antrag möglichst dringlich und prioritär behandelt wird, damit die Anschaffung und der Austausch der Dialysegeräte durch neue so schnell wie möglich erfolgen kann“, heißt es in den Ausschreibungsunterlagen.
Von den 45 angeschafften Geräten wurden 10 an das QMF in Kodër i Trimave geschickt, wo ebenfalls Hämodialyse angeboten wird; allerdings wurden dort bisher nur drei installiert. KOHA durfte im QMF keine Fotos machen.
In einer Antwort der Nephrologie-Direktion werden die außer Betrieb befindlichen Räume im UCCK als Rechtfertigung dafür angeführt, die Geräte an das QMF zu schicken, wo laut Direktion einige davon dennoch installiert wurden.
„Einige Geräte wurden in ‚Kodër të Trimave‘ installiert, da drei Räume in HDI aufgrund des Neubaus außer Betrieb sind. Aus diesem Grund habe ich eine weitere Schicht eingeführt; der Schichtplan in HD II in Kodër të Trimave läuft nun im Dreischichtbetrieb statt zwei. Daher wurden einige der neuen Geräte nach der Installation der Filter in HD II in Betrieb genommen. Die übrigen Geräte wurden in HD I (QKUK) installiert; ich möchte dies jedoch erst nach den ersten Tests bekanntgeben“, heißt es in der Antwort des Direktors.
Laut einer Antwort der Nephrologischen Klinik sollen die anderen Geräte nach ersten Tests voraussichtlich bis Ende der Woche in Betrieb genommen werden.
Auf den von KOHA bereitgestellten Fotos ist jedoch keine neue Ausrüstung in den Räumen zu sehen, in denen die Hämodialysebehandlungen durchgeführt werden. Die alten Geräte der Firma „Fresenius Medical Care“, die zwischen 2004 und 2014 hergestellt wurden, sind weiterhin in Betrieb.



Die neuen Geräte, die im medizinischen Zentrum in "Kodër të Trimave" installiert wurden, stammen derweil von der Firma "B. Braun".
KOHA hat die UCCK wiederholt aufgefordert, konkrete Informationen über die Anzahl der installierten Geräte und deren Standorte bereitzustellen, da die Räume, in denen diese Dienste angeboten werden, mit veralteten Geräten ausgestattet sind. Diese Daten wurden jedoch nicht übermittelt. Mehrere Quellen innerhalb der UCCK bestätigten jedoch, dass die neuen Geräte voraussichtlich in Betrieb genommen werden.
Unterdessen haben auch andere Wirtschaftsteilnehmer, die an der Ausschreibung teilgenommen haben, ein Problem mit den Geräten aufgedeckt. Laut ihren Angaben hätten diese gemäß den Unterlagen im Jahr 2025, dem Jahr der Ausschreibung, hergestellt werden sollen. Andere Quellen innerhalb der UCCK geben hingegen an, dass die gelieferten Geräte aus dem Jahr 2023 stammen.
KOHA hat von UCCK eine Erklärung zum Produktionsjahr der Geräte sowie zu deren fehlender Installation angefordert, da dies der im Ausschreibungstext geforderten Dringlichkeit widerspricht. Seit dem 28. Januar liegt jedoch keine Antwort vor. Auch von der Firma „Medihealth“, die den Zuschlag erhielt und für die Installation zuständig ist, gab es keine Rückmeldung.
Die Ausschreibung im Wert von 843.750 Euro wurde letztes Jahr von der Generalstaatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Urkundenfälschung untersucht.
„Medihealth“ wurde im August zum Gewinner erklärt, doch nach Beschwerden anderer Wirtschaftsakteure bei der PRB blieb das Verfahren bis Dezember 2025 blockiert.