Die kosovarische Polizei erklärte, der falsche Bombenalarm vor dem kosovarischen Parlament am Samstag sei angeblich von einer Telefonnummer ausgegangen, die mutmaßlich aus Serbien stammte.
Am Samstagmorgen wurde der 42. Konstituierungsversuch der Versammlung nach einem Bombenalarm verschoben. Das Gebäude wurde evakuiert, und nach einigen Stunden stellte sich heraus, dass es sich um einen Fehlalarm handelte.
Nach ersten Ermittlungen geht die Polizei davon aus, dass der Alarm von einer Nummer in Serbien ausging.
„Im Fall der Sprengstoffdrohung, die sich heute in den frühen Morgenstunden in der staatlichen Einrichtung RKS ereignete, hat die kosovarische Polizei in Zusammenarbeit und Abstimmung mit den Sicherheitsbehörden intensive Ermittlungen fortgesetzt, mit dem Ziel, Licht in die Sache zu bringen und die Bedrohung aufzudecken. Aufgrund der bisherigen Ermittlungen besteht der Verdacht, dass die Drohungen über eine Telefonnummer erfolgten, die mutmaßlich aus Serbien stammt“, heißt es in der Mitteilung.
Die Polizei hat erklärt, sie werde ihre Ermittlungen fortsetzen und Maßnahmen ergreifen, darunter auch die Kommunikation mit internationalen Sicherheitspartnern, um die Mittel und Kommunikationsnetzwerke zu lokalisieren, die dieser Bedrohung zugrunde lagen.
Im Laufe des Tages, nach einer dreieinhalbstündigen Durchsuchung, gab der Chefankläger der Generalstaatsanwaltschaft in Pristina, Zejnullah Gashi, Einzelheiten der Operation bekannt. Er gab bekannt, dass die Bombendrohung durch einen Anruf einer Person mit männlicher Stimme erfolgt sei, die, wie er sagte, einen englischen Akzent wie Menschen aus Nicht-Kosovo-Ländern habe.
„Es stellte sich heraus, dass die Drohung falsch war, und bisher gibt es nichts Nennenswertes zu den Ergebnissen vom Tatort. Selbstverständlich werden die Ermittlungen zum Ursprung der Drohung bzw. des Telefonats einer anonymen Person mit männlicher Stimme und englischem Akzent, von dem wir derzeit annehmen, dass er einem Akzent aus nicht-englischen Ländern entspricht, fortgesetzt“, betonte Staatsanwalt Gashi.
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Zu diesem Anruf sagte Gashi, dass auch Cybercrime-Teams eingeschaltet worden seien und die Ermittlungen fortgesetzt würden.
Und die durch den Fehlalarm unterbrochene Sitzung fand am Abend statt. Das politische Ergebnis blieb erneut dasselbe – ein Misserfolg. Auch dieses Mal wählten die Abgeordneten keinen Parlamentspräsidenten.