El Salvador

Osmani bei der Amtseinführung des „coolsten Diktators der Welt“

Vjosa Osmani

Foto: Alban Bujari

Die Präsidentin des Kosovo, Vjosa Osmani, wird an der Amtseinführung des wiedergewählten Präsidenten von El Salvador, Nayib Bukele, teilnehmen.

Wie die Präsidentschaft des Kosovo mitteilte, ist Osmani auf Einladung von Bukele bereits offiziell in die Republik El Salvador gereist. Osmanis Besuch ist der erste eines kosovarischen Staatsführers in diesem Land. 

Der 42-Jährige ist seit dem 1. Juni 2019 Präsident von El Salvador. Von vielen Kritikern, politischen Analysten und Journalisten wurde Bukele als autoritärer Autokrat beschrieben. Ironischerweise bezeichnete sich Bukele selbst mit diesen Aussagen, die vor allem auf die Art und Weise zurückzuführen waren, wie er im Kampf gegen die Kriminalität Veränderungen herbeiführte, als „der coolste Diktator der Welt“. 

Seinetwegen gab es im letzten Mandat auch Proteste gegen den Autoritarismus. Im Februar 2019 gewann Bukele die Präsidentschaftswahl mit 53 Prozent der Stimmen. Bei den diesjährigen Wahlen gewann er über 80 Prozent der Stimmen. Seine Popularität stieg aufgrund des erbitterten Kampfes gegen kriminelle Banden, der zu einem deutlichen Rückgang der Mordrate führte. Unter seiner Präsidentschaft entwickelte sich El Salvador von einem der gewalttätigsten Staaten der Welt zu einem der sichersten Lateinamerikas.

Nach Angaben der Präsidentschaft wird Osmani bei diesem Besuch eine Reihe bilateraler Treffen mit Staatsoberhäuptern von El Salvador abhalten, beginnend mit Bukele. 

„Im Mittelpunkt dieser Treffen wird die Stärkung der bilateralen Beziehungen, der zwischenstaatlichen Zusammenarbeit sowie die Stärkung bestehender Allianzen und die Schaffung neuer Allianzen mit Ländern im lateinamerikanischen Raum stehen“, heißt es in der Ankündigung. „Der Präsident wird außerdem eine Reihe weiterer bilateraler Treffen mit Vertretern anderer Länder abhalten, mit dem Ziel, die internationale Position der Republik Kosovo zu stärken und die bilaterale Zusammenarbeit in Bereichen von gemeinsamem Interesse voranzutreiben.“