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Erneut die Polizei bei der Postsparkasse im Norden, wegen des Tresors, der zuvor keinen Schlüssel hatte

Postsparkasse

Foto: Kossev

Zehn Tage nach der Schließung von sechs Einheiten der Postsparkasse im Norden des Kosovo drang die Polizei am Mittwoch erneut in die Büros eines dieser Hauptquartiere in Nord-Mitrovica ein. Bei dem Eingriff gehe es um einen Tresor, für den es im Vorverfahren keinen Schlüssel gebe, bestätigte der stellvertretende Polizeidirektor der Nordregion, Veton Elshani.

Wie lokale serbische Medien schreiben, sind neben der Kosovo-Polizei auch EULEX-Beamte anwesend.
Die Aktion verläuft ohne Zwischenfälle. 

In der ersten zehntägigen Aktion schloss die Kosovo-Polizei sechs Einheiten der Postsparkasse im Norden, die seit der Nachkriegszeit illegal betrieben wurden. Dabei wurden etwa 10 Millionen Euro beschlagnahmt. Über die Sparkasse wurden Gehälter, Zahlungen für Sozialsysteme und andere Leistungen, die Serbien an Kosovo-Serben auszahlt, in Dinar ausgezahlt.

Die Maßnahme wurde wenige Tage nach dem Scheitern des siebten Treffens in Brüssel ergriffen, bei dem eine Lösung für den Dinar in der serbischen Gemeinschaft gefunden werden sollte. 

Gemäß der CBK-Verordnung, die im Februar dieses Jahres verabschiedet wurde, ist die Währung, in der Barzahlungen erfolgen können, ausschließlich Euro.

Auch das US-Außenministerium reagierte auf die Aktion und bezeichnete die Aktion als Eskalation der Spannungen. Sogar die Europäische Union hat erklärt, dass diese Aktion zu Spannungen führt.

Die Regierung hat erklärt, dass jede Maßnahme auf der Rechtmäßigkeit beruhte.