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Krasniqi: Der Kosovo wagt es nicht, in ein Land zurückzukehren, in dem Frauen zu Nummern gemacht werden

Zentrum für Sozialarbeit - Ferizaj

Blick vom Tatort

Foto: Agim Ademi

Der Vorsitzende der Demokratischen Partei des Kosovo, Memli Krasniqi, verurteilte am Freitag die Ermordung der Frau in Ferizaj und sagte, dass Kosovo es nicht wagen würde, ein Land zu werden, in dem Frauen wiederholt getötet werden und in dem es keine Höchststrafe gibt.

Eine 21-jährige Frau wurde vor dem Zentrum für Sozialarbeit in Ferizaj getötet. Wie die Behörden bestätigten, handelt es sich bei dem Tatverdächtigen um ihren Ex-Partner. Die beiden hatten sich bei QPS kennengelernt, als die Frau das Kind zum Vater geschickt hatte.

Durch die Schießerei wurde der minderjährige Bruder des Opfers verletzt. Die Polizei nahm den 36-jährigen Tatverdächtigen fest. 

„Ihr Name war Erona! Sie war 21 Jahre alt und hatte einen Sohn. Ihr Leben, das noch nicht gut begonnen hatte, wurde heute von ihrem Ex-Mann beendet. Eine Tragödie, die großen Schmerz verursacht und die sich nicht in Worte fassen lässt. Leider ein Verbrechen, das sich in unserem Land Monat für Monat wiederholt. Über Worte und Anrufe hinaus sind heute Taten wichtig. Nicht nur die der Justizbehörden, sondern aller staatlichen Mechanismen – politischer und administrativer Art. Der Kosovo wagt es nicht, sich in ein Land zu verwandeln, in dem Frauen wiederholt getötet werden und in dem es keine Höchststrafe gibt. Der Kosovo wagt es nicht, in ein Land zurückzukehren, in dem Frauen zu Nummern gemacht werden. Ihr Name war Erona. Sie war 21 Jahre alt. Herzliches Beileid an die Familie!“ Krasniqi schrieb am Freitagabend auf Facebook.