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Die Präsenz kosovarischer Produkte auf internationalen Märkten nimmt ab

Mauna

Kosovarische Unternehmen mussten im vergangenen Jahr einen Rückgang ihrer Präsenz auf internationalen Märkten hinnehmen. Der Trend rückläufiger Exporte setzte sich im Januar dieses Jahres fort. Im Gegensatz zu den Exporten verzeichnete Kosovo im Jahr 2023 mehr importierte Waren. Auch im ersten Monat dieses Jahres gab es einen Anstieg der Importe.

Die Präsenz kosovarischer Produkte auf internationalen Märkten ist im vergangenen Jahr im Vergleich zu 100 um 2022 Millionen Euro geschrumpft. Auch bei den Exporten gab es im Januar dieses Jahres einen Rückgang um 3 Prozent.

Allerdings hat Premierminister Albin Kurti bei fast jedem Auftritt im In- und Ausland erklärt, dass sich die Exporte seit seiner Machtübernahme verdoppelt hätten.

„In diesen drei Jahren haben wir sowohl die Exporte als auch die ausländischen Direktinvestitionen verdoppelt“, sagte Kurti.

Das Exportwachstum begann 2021 mit der Machtübernahme der Kurti-Regierung rasant und setzte sich 2022 mit höherem Tempo fort.

Kurti sprach nicht darüber, welche Regierungspolitik diesen Anstieg beeinflusst haben könnte, aber laut dem Ökonomen Edison Jakurti geschah dies aufgrund von Störungen in der Lieferkette.

„Die durch Störungen in der Lieferkette entstandenen Räume, die sowohl die Veränderung des Volumens und der Zusammensetzung des Warenhandels zwischen verschiedenen Ländern als auch den Anstieg der Nachfrage nach der Aufhebung restriktiver Maßnahmen infolge von COVID beeinflusst haben.“ - 19, hatte den größten Einfluss auf die Steigerung des Warenexports. Verschiedene Branchen oder Unternehmen aus dem Kosovo haben diese Räume genutzt, um ihre Waren auf Märkten außerhalb des Kosovo zu verkaufen“, sagte Jakurti.

Er betonte, wenn man die Unterschiede zwischen dem Nominalwert und dem realen Wert der Warenexporte vergleiche, könne man erkennen, dass ein Teil des Anstiegs auf den Preisanstieg zurückzuführen sei.

Nach Angaben des Zolls exportierte das Kosovo im Jahr 2023 Waren im Wert von 820 Millionen Euro, während die Exporte vor einem Jahr einen Rekordwert von 920 Millionen Euro erreichten.

Die Importe beliefen sich im Jahr 5.7 auf 2023 Milliarden Euro und im Jahr 5.6 auf 2022 Milliarden Euro.

Sogar die Energiekrise infolge des Krieges in der Ukraine hat das Kosovo dazu veranlasst, im Jahr 2022 mehr Strom zu exportieren.

Auch bei den Exporten war im ersten Monat dieses Jahres ein Rückgang zu verzeichnen. Nach Angaben der Statistikbehörde für Außenhandel wurden im Januar Waren im Wert von 60.3 Millionen Euro exportiert, das sind 3 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Bei den Importen ist das Gegenteil der Fall. Sie stiegen im Januar um 7 Prozent, nämlich 380 Millionen Euro.

Die Regierung hat erst Mitte letzten Jahres die Industriepolitik 2030 verabschiedet, deren Ziel es ist, das Handelsdefizit zu reduzieren.