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Kurti und Vučić treffen sich heute in Brüssel

Der Premierminister des Kosovo, Albin Kurti, und der Präsident Serbiens, Aleksandër Vučić, werden sich heute zum zweiten Mal in Brüssel im Rahmen des von der Europäischen Union vermittelten Dialogs zur Normalisierung der Beziehungen zwischen den beiden Ländern treffen.

Dies wird das zweite Treffen zwischen Kurt und Vučić sein, nach dem am 15. Juni, als der Dialog zwischen Kosovo und Serbien offiziell wieder aufgenommen wurde.

Schon beim ersten Treffen gab es auf beiden Seiten große Differenzen. Belgrad bestand darauf, dass Prishtina das Abkommen über den Gemeindeverband mit serbischer Mehrheit umsetzt. Unterdessen betonte das offizielle Prishtina, dass eine Reihe der im Rahmen des Dialogs getroffenen Vereinbarungen von Belgrad nicht ordnungsgemäß umgesetzt würden. In diesem Zusammenhang hat Kosovo das Abkommen über Grenzkontrollen, das Abkommen über die Anerkennung von Diplomen, über Warenbescheinigungen, die Freizügigkeit und das Abkommen über die Fußnote gesondert erwähnt.

Im ersten Treffen stellte Ministerpräsident Kurti vier Vorschläge für den Dialog vor: Erstens, die sechs Staaten des Westbalkans sollen CEFTA zu SEFTA weiterentwickeln. Zweitens unterzeichnen Kosovo und Serbien umgehend ein gemeinsames Friedensabkommen, in dem sie sich verpflichten, sich nicht gegenseitig anzugreifen. Drittens sollte es nach der gegenseitigen Anerkennung zwischen Kosovo und Serbien in beiden Ländern bilaterale Gegenseitigkeit geben, einschließlich der Minderheitenfrage, so dass die Serben im Kosovo ihren Nationalrat haben, so wie es die Albaner und Bosniaken in Serbien haben. Als letzten Vorschlag forderte Kurti den Rücktritt von Veljko Odallovic aus der serbischen Delegation für die Vermissten.

Zusätzlich zu diesem hochrangigen Treffen fand letzte Woche auch ein Treffen zweier Delegationen auf Expertenebene statt.