Kulturergänzung

Buch über das Überleben der albanischen Bildung der Kosovaren

Nach mehrmonatiger Vorbereitung begann er ab 1998, genau am 19. Februar 1999, in Ulcin, der kosovarischen Grundschule „Broken Bell“, in Montenegro zu arbeiten. Und diese Schule unterrichtete in Rozhaje, Plavë, Malësi-Tuz und Ulcinj. Die verantwortliche und würdige Person für die Organisation dieser humanen, moralischen und patriotischen Aktivität ist der Autor dieses Buches, Demë Mulliqi, der in seiner Monographie Beweise für die „Broken Bell“ liefert.
 

Demë Mulliqi, „The BROKEN BELL Kosovarische Grundschule in Montenegro 1998/99“, Herausgegeben von: „Drini Graf“, 2008

In den letzten Jahren haben verschiedene Autoren Publikationen veröffentlicht, die sich mit der Gewalt, dem Exodus und der Vertreibung der Kosovo-Albaner in den Jahren 1998/99 befassen. Doch Demë Mulliqi hebt sich von den anderen ab, denn als Augenzeuge bringt er uns das 1998 erschienene Buch „Kosovo Primary School BROKEN BELL in Montenegro 99/2008“ vor. Es handelt sich um einen ungewöhnlichen Titel, bei dem aber Engagement vorhanden ist und Leidenschaft und Zusammenarbeit kann man überleben und Ergebnisse erzielen. Es ist gerade das Engagement des Autors Mulliqi als langjähriger Dozent, der es geschafft hat, dass auch „The Broken Bell“ seinen pädagogischen und nationalen Auftrag erfüllt.

Es ist allgemein bekannt, dass die systematische serbische Gewalt im Kosovo nach der Aufhebung der Autonomie im Jahr 1989 in vielen Lebensbereichen, insbesondere im Bildungsbereich, ein großes diskriminierendes Ausmaß angenommen hat. Eine solche Aktion war kein Zufall, denn die serbische Regierung sah die Gefahr gerade in der breiten Masse der Schüler und Studenten, die im Kosovo die Zukunftshoffnung waren und bleiben. Die Vertreter des Bildungswesens im Kosovo widerstanden den serbischen Strafmaßnahmen und fanden andere Wege, sich dem serbischen Besatzer nicht zu unterwerfen. Obwohl die Albaner aus den Schuleinrichtungen entfernt wurden, öffneten sie ihre Häuser als einzige Alternative zum Überleben. Doch seit 1998 erreichten die repressiven Gewaltmaßnahmen vor allem im westlichen Teil des Kosovo, in der Dukagjin-Ebene, ihren Höhepunkt. Da die albanische Bevölkerung des Kosovo der Situation nicht gewachsen war, war sie gezwungen, ihr Heimatland zu verlassen. Dies war der Beginn eines biblischen Exodus, bei dem 1998–99 etwa eine Million Albaner den Kosovo gewaltsam verließen.